Im 19. Jahrhundert wurde die Gemeindekrankenpflege durch die beiden großen christlichen Kirchen neu organisiert. Diakonissen und Ordensschwestern übernahmen innerhalb der einzelnen Gemeinden diesen Auftrag. Im Lauf der Jahre standen jedoch immer weniger Nachwuchskräfte zur Verfügung, um die stetig zunehmenden Aufgaben zu bewältigen.

Ende der 60er Jahre deutete sich an, dass der Gemeindekrankendienst so nicht mehr aufrecht zu erhalten war.

Veränderte gesellschaftliche und soziale Strukturen bewirkten, dass die ambulanten Hilfen immer stärker in Anspruch genommen wurden. Aus dieser Situation heraus musste ein neuer Weg gesucht und gefunden werden.

Anfang der 70er Jahre wurde vom Sozialministerium Rheinland-Pfalz ein Modellversuch zur Bildung von Sozialstationen gestartet. In den Jahren 1973/74 hatte auf Initiative des damaligen Pfarrers Jacob Layes aus Dahn und des Notars Dr. Hans Schmitt ein Projekt mit gleicher Zielsetzung begonnen.

Mit Unterstützung des Caritasverbands und des Diakonischen Werkes wurde am 18. Juni 1974 im damaligen Schwesternhaus Dahn die Wasgau-Sozialstation Dahn gegründet. Die Sozialstation ist für die Verbandsgemeinden Dahn, Hauenstein und Pirmasens Land verantwortlich.

Seit 1976 besitzt die Wasgau-Sozialstation Dahn die staatliche Anerkennung als Ambulantes-Hilfe-Zentrum (AHZ).

Im Herbst 2011 feierte die Ökumenische Wasgau-Sozialstation Dahn ihr 35-jähriges Bestehen. 

Mit Inkrafttreten der Pflegeversicherung stieg die Nachfrage nach Pflegeleistungen sprunghaft an. Die Räumlichkeiten an der Schloßstraße wurden durch die wachsende Zahl der Mitarbeiter allmählich zu klein. Im September 2002 wurde daher mit dem Neubau eines Verwaltungsgebäudes an der Schulstraße in Dahn begonnen. Im September 2003 wurde dieser Neubau dann schon in Betrieb genommen.

Im gegenüberliegenden Gebäude, Schulstr. 4 befindet sich ein Büro für den Pflegestützpunkt. Hier werden  Hilfesuchende qualifiziert, trägerneutral und kostenlos beraten.